Dienstag, 14. Juli 2020 für eine philosophie der photographie

Weg Weisen

  Wegweiser verbinden einen ort mit dem anderen und sie sagen uns manchmal auch wo wir uns momentan, hier und jetzt auf dem weg befinden, wo wir stehen.

  Sie zeigen uns den weg und führen uns von hier nach dort. Sie geben uns auch die gewissheit, ja die sicherheit, dass wir auf dem richtigen weg sind und unser ziel erreichen werden.

  In einem gewissen sinn können wir wegweiser auch als eine art leitplanken betrachten. Denn wir brauchen uns auf dem weg um nichts zu kümmern, was da so links und rechts steht und liegt.

  Schon aus diesen wenigen sätzen können wir erahnen welche symbolische kraft vom wort «Wegweiser» ausgeht, die grösse des raumes die der begriff «Wegweiser» einnimmt. Beim durchgehen des begriffsraumes stossen wir auf wörter wie abweisen, anweisen, aufweisen, beweisen, hinweisen, überweisen, unterweisen, verweisen, wegweisen und zuweisen.

  Und je nach dem wie wir gerade unterwegs sind, nimmt jedes dieser wörter wiederum einen eigenen raum ein – einen mit vorzeichen behafteter.

  Wegweiser sind doch auch eine art «weg weiser». Sie lenken ab von diesem ort. Von was sie nur ablenken möchten? – wir erfahren es nie, denn die aufforderung ist allzu klar. Und es gibt auch kein ankommen. Immer werden wir aufs neue «weg gewiesen».

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Letzte aktualisierung am Montag, 18. Februar 2008